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Ablauf einer Unternehmensübergabe

Ablauf einer Unternehmensübergabe

struktureller Ablaufplan einer Unternehmensübergabe für Unternehmer und Nachfolger

Für viele Unternehmer ist die Übergabe des eigens aufgebauten Unternehmens eine schwierige Angelegenheit. Oft kostet es Überwindung, sich von seinem Lebenswerk zu trennen und möglicherweise unerfahrenen Nachfolgern das Feld zu überlassen. Eine systematische Übergabeplanung oder eine Notfallvorsorge existiert daher bei vielen Firmeninhabern nicht. Dabei ist genau dies notwendig, um die Zukunft der Mitarbeiter und die Altersvorsorge des Übergebers zu sichern. In diesem Artikel werden die Phasen der Unternehmensübergabe beleuchtet und welche Bedeutung diese jeweils haben.


Phase 1 – Vorbereitung: Informations- und Bestandaufnahme

Der erste Schritt für eine Unternehmensübergabe ist für viele Firmeninhaber der schwerste. In dieser Phase sollte sich der Unternehmer selbst darüber klar werden, ob er für die Übergabe der Verantwortung bereit ist. In einigen Fällen ist für diese Phase ein Anstoß von außen hilfreich – beispielsweise durch Familienmitglieder oder Freunde. Generell ist es wichtig in dieser Phase einige Punkte im Vorfeld zu klären.



Finden eines Nachfolgers

Die Festlegung des Nachfolgers sollte in der Anfangsphase geschehen. Der Unternehmer muss sich dabei für eine Übergabe innerhalb oder außerhalb der Familie entscheiden. Außerhalb der Familie hat der Unternehmer zudem die Wahl zwischen einem Mitarbeiter oder einer externen Person. Hat der Unternehmer in seinem Umfeld keinen potenziellen Nachfolger, bietet sich zudem die Möglichkeit, andere Unternehmer in der gleichen Branche zu fragen oder über eine Unternehmensbörse zu inserieren. Ist ein geeigneter Nachfolgekandidat gefunden, muss dieser anschließend auf seine Qualifikationen, Kompetenzen und Absichten geprüft werden.



Art der Übergabe

Eng verbunden mit der Wahl des Nachfolgers ist auch die Art der Unternehmensübergabe. Folgende Möglichkeiten bieten sich für gewöhnlich an:

  • Schenkung: Das Unternehmen wird unentgeltlich (meist an Familienangehörige) übertragen. Dies kann mit oder ohne Auflagen geschehen.
  • Verpachtung: Das bietet sich vor allem dann an, wenn sich das Unternehmen durch vermischtes Privat- und Gewerbevermögen nur schwer veräußern lässt. Durch die Verpachtung sichert sich der Inhaber zudem weiterhin die rechtliche Kontrolle, gibt allerdings das operative Geschäft aus den Händen.
  • Verkauf: Es findet ein vollständiger Unternehmensverkauf statt und das Unternehmen geht komplett oder nach und nach an den Nachfolger über, nachdem dieser einen bestimmten Kaufpreis gezahlt hat. Rechte und Pflichten gibt der ehemalige Unternehmer vollständig ab.
  • Verrentung: Die Verrentung ist eine Form der Ratenzahlung, bei der der Käufer den Kaufpreis in Form von Raten an den Verkäufer zahlt. Diese Zahlungen sind meist monatlich und auf Lebenszeit des Verkäufers.



Ziele definieren

Bei der Übergabe eines Unternehmens dürfen auch die Ziele und Absichten der Beteiligten nicht vergessen werden. Da aktueller und zukünftiger Firmeninhaber nicht immer einer Meinung bezüglich der Firmenweiterführung sein werden, kann es hilfreich sein, Ziele zu definieren. Haben Sie als Unternehmer Wünsche, die auch der Nachfolger umsetzen und berücksichtigen sollte, müssen diese im Vorfeld geklärt werden. Zu diesen Zielen gehören beispielweise folgende Aspekte:

  • Erhalt der Arbeitsplätze
  • Weiterführung des Unternehmens im eigenen Sinne
  • Finanzielle Unabhängigkeit nach dem Ausstieg
  • Beibehaltung des Firmennamens
  • Beratungstätigkeit in der Anfangsphase des Nachfolgers

 

 Seniorunternehmer weist den Nachfolger ein

Der Nachfolger kann wiederum eigene Ziele verfolgen – beispielweise bezüglich Entscheidungsfreiheit und Gewinnabsicht. Damit beide Parteien zufrieden sind und das Unternehmen in aller Sinne weitergeführt werden kann, sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrem zukünftigen Nachfolger zusammensetzen und Ihre Absichten offenlegen.



Phase 2 – Strategie und wichtige Eckdaten festlegen

In diesem Schritt wird hauptsächlich das strategische Vorgehen geplant. Das betrifft vor allem den Zeitpunkt der Unternehmensübergabe. Ist dieser festgesetzt, können der genaue Ablauf und wichtige Eckdaten festgelegt werden. In dieser Phase wird zudem der Kaufpreis sowie der Finanzbedarf infolge einer Unternehmensbewertung ermittelt.



Kaufpreis festlegen mittels Unternehmensbewertung

Eine zentrale Rolle bei der Übergabe eines Unternehmens spielt der Wert der Firma. Der Nachfolger möchte natürlich sichergehen, dass die Firma gut am Markt aufgestellt ist, über eine harmonische Mitarbeiterstruktur verfügt und keine versteckten Verbindlichkeiten oder ähnliches aufweist. Findet eine entgeltliche Übergabe statt, soll natürlich auch der Preis diesem Wert entsprechen. In der Praxis gibt es jedoch nicht das eine Verfahren, um den Unternehmenswert zu berechnen. Es gibt vielmehr viele verschiedene, die alle nur eine Orientierung für den Kaufpreis darstellen. Das sogenannte Substanzwertverfahren ermittelt beispielsweise nur den Wert des betriebsnotwendigen Vermögens und damit die Preisuntergrenze. Das Ertragswertverfahren bewertet hingegen die geschätzten zukünftig zu erwartenden Einnahmeüberschüsse zum Zeitpunkt der Übergabe. Letzteres lässt daher deutlich mehr Schlüsse über die Finanzierbarkeit des Kaufpreises zu.

Um ein faires Bewertungsverfahren zu finden, ist es ratsam, mehrere Verfahren zu kombinieren und einen externen Experten um Hilfe zu bitten. So können die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt und ein akzeptabler Kaufpreis für beide Seiten ermittelt werden.



Zeitpunkt festlegen

Es ist ratsam, mit der Vorbereitung der Unternehmensübergabe so früh wie möglich zu beginnen. In der Praxis spricht man teilweise sogar von zehn Jahren vor der geplanten Übergabe. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Teile des Betriebsvermögens unentgeltlich übertragen werden und daraufhin Sperrfristen für die weitere Veräußerung gelten. In anderen Fällen spricht man von fünf Jahren, Minimum sind allerdings drei Jahre. Diese Zeit ist zum einen notwendig, damit sich der Unternehmer emotional auf die bevorstehende Übergabe sowie die Nachfolgeregelung konzentrieren kann. Zum anderen können diese Jahre genutzt werden, um die bilanziellen Verhältnisse zu bereinigen.

Dazu gehört Folgendes:

  • Verringerung der Bilanzsumme
  • Abbau der Verbindlichkeiten
  • Überprüfung der bestehenden Darlehenskonditionen
  • Sorgfältige Inventur
  • Reduzierung des Lagerbestandes

In jedem Fall sollte die Wahl des Zeitpunktes der Unternehmensübergabe genau definiert, jedoch großzügig gewählt sein.



Klärung des Finanzbedarfs

Die Unternehmensnachfolge ist im Regelfall mit einem hohen Kaufpreis verbunden. Daher sollten Sie als Nachfolger diverse Finanzierungsmöglichkeiten und den Einsatz von Eigen- und Fremdkapital in Betracht ziehen. Die Klärung des Finanzbedarfs besteht daher zum einen aus den Mitteln, die Sie benötigen, um den Kaufpreis begleichen zu können. Zum anderen sollte im Vorfeld geklärt werden, welche Mittel darüber hinaus benötigt werden. Je nachdem wie das Unternehmen fortgeführt werden soll, können beispielweise zusätzliche Kosten für Modernisierungs- oder Ausbaumaßnahmen entstehen. Bei Übernahme von Familienunternehmen ist es zudem häufig der Fall, dass Ausgleichszahlungen an Erben getätigt werden müssen.

Um den Kapitalbedarf abdecken zu können, gibt es zahlreiche Förderprogramme, die Sie beanspruchen können – so zum Beispiel von der KfW oder über Bund, Länder und die EU. Auch Beteiligungsgesellschaften und Franchise-Systeme können eine Art der Finanzierung sein. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie hier.

 Vater übergibt sein Unternehmen an seine Tochter und weist sie ein

 

Phase 3 – Konzept und Geschäftsplan

In der dritten Phase des Nachfolgeplans dreht sich alles und den konkreten Geschäftsplan – das bedeutet rechtliche, steuerrechtliche sowie vertragliche Schritte werden ausgearbeitet und festgehalten. Neben den vertraglichen Aspekten kommt es in dieser Phase auch zur schrittweisen Integration des Nachfolgers. Dieser muss rechtzeitig in den Unternehmeralltag eingelernt werden. Gleichzeitig plant der Firmeninhaber zu dieser Zeit seinen Rücktritt, bereitet alle Prozesse dahingehen vor und lernt seinen Nachfolger in die Unternehmensgeschehnisse ein. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Tipps zum Standort und seinem Umfeld
  • Vorstellung der Kunden, Lieferanten sowie Konkurrenten
  • Vorstellung des Nachfolgers bei den Mitarbeitern
  • Einarbeitung des Nachfolgers in die Bilanzen, Erträge sowie Steuererklärungen und Betriebsprüfungsberichte
  • Übersicht über die laufenden Verträge, Lizenzen, Patente usw.
  • Informationen zu etwaigen Rechtsstreiten

In dieser Phase wird zudem der Kaufvertrag festgeschrieben und sollte mit beiden Seiten besprochen werden. Ferner muss der Nachfolger mit dem Firmeninhaber die bestehenden Verträge durchgehen und deren Fortführung bestimmen. Dazu zählen:

  • Gesellschaftsvertrag (z.B. bei einer GmbH)
  • Ehevertrag mit Ehepartner des Firmeninhabers
  • Testament über eventuelle Erben
  • Mietverträge über Gewerbeimmobilien
  • Arbeitsverträge der Mitarbeiter

Aufgrund der Komplexität einer Unternehmensnachfolge sowie der rechtlichen und steuerlichen Regelungen sollten Sie in dieser Phase unbedingt einen Notar und/oder einen Anwalt beauftragen, der Ihnen beratend zur Seite steht. Nur so kann garantiert werden, dass die Übergabe korrekt vonstattengeht.



Phase 4 – Umsetzung und Übertragung

In der letzten Phase der Unternehmensübergabe vollzieht sich der eigentliche Wechsel. Der Nachfolger tritt jetzt offiziell als Firmeninhaber auf und der Seniorunternehmer zieht sich zurück. Wichtig ist in diesem letzten Schritt, dass nun auch alle über die Übernahme informiert sind. Spätesten jetzt sollte ein Hinweis an Lieferanten und Kunden erfolgen. Auch die Presse kann informiert werden, sofern es sich um ein größeres Unternehmen handelt. Als Einstieg in das Unternehmen kann es für den Nachfolger von Nutzen sein, ein Fest oder eine Party zu geben, um Mitarbeiter oder Kunden kennenzulernen. So kann der Weg für die gemeinsame Zusammenarbeit und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens geebnet werden.



Hilfestellung und Beratungsangebote für Unternehmer

Sollten Sie Hilfestellung bei der Übergabe eines Unternehmens benötigen, gibt es zahlreiche Informationsquellen im Internet:

www.difu.org

www.dub.de

www.nexxt-change.org

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf den Seiten der regionalen IHKs sowie bei den Städten und Gemeinden und den meisten Banken.


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